- der Vogelsberg -


Der Vogelsberg ist ein erloschener Vulkan aus dem Jungtertiär. Er überdeckt Sedimente (Bundsandstein, Rupelton) eines Meeres aus dem Mitteloligozän (vor rund 50 bis 60 Millionen Jahren).

Die Ursache für seine Entstehung sind Krustenbewegungen, die sich an hauptsächlich nordsüdlich gerichteten Bruchzonen vollzogen.
Der Oberrheingraben, der niederrheinische Grabenbereich und die herzynischen Brüche, besonders die Harznordrandstörung, trafen unter dem heutigen Vogelsberg zusammen. Hier, wo die Erdkruste stark in einzelne Schollen zerstückelt war, bestanden die besten Voraussetzungen für den Aufstieg des basaltischen Magmas.
Die ersten vulkanischen Ausbrüche fanden im unteren Miozän vor rund 18 bis 20 Millionen Jahren statt.
Erst vor etwa sieben Millionen Jahren, im Torton-Sarmat oder auch im unteren Pliozän, der letzten Epoche der Tertiärzeit, dürfte der Vogelsberg erloschen sein.
Während seiner eruptiven Tätigkeit, die sich über einen großflächigen Raum erstreckte, wurden aus zahlreichen Einzelvulkanen neben Tuffen und Schlacken gewaltige Lavamengen ausgestoßen, die sich, oft gegenseitig überlappend, über eine Fläche von rund 2.500 qkm ausbreiten: Mit seinen verschiedenen Basalten und Basalttuffen stellt er das größte zusammenhängende Vulkangebiet des europäischen Festlandes dar.
Zwischen den einzelnen Ergussphasen lagen oft lange Ruhezeiten mit starker Abtragung.
Im jetzigen Oberwaldgebiet hat die vulkanische Tätigkeit wohl am längsten angehalten.
Es war das Zentrum des Vulkanismus.

 
 
  Bio
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